Der Autonome Hafen von Lüttich und Euroports Inland Terminals haben einen Konzessionsvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren für das Hafengebiet Clermont-sous-Huy (Engis) unterzeichnet.

Der Autonome Hafen von Lüttich und Euroports Inland Terminals (EIT) unterzeichnen einen 30-jährigen Konzessionsvertrag für das Hafengebiet Clermont-sous-Huy (Engis)

Der Autonome Hafen von Lüttich und Euroports Inland Terminals haben am 15. September 2026 einen Konzessionsvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren für das Hafengebiet Clermont-sous-Huy (Engis) unterzeichnet. Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der Hafeninfrastruktur und der Multimodalität in Lüttich gesetzt.

Die Konzession betrifft den strategisch gelegenen Landstreifen zwischen dem Kai entlang der Maas und den von Euroports Inland Terminals betriebenen Flächen. Dieses kürzlich erschlossene Gebiet eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung logistischer und multimodaler Aktivitäten. Der Kai wurde zu 100 % vom Öffentlichen Dienst der Wallonie für Mobilität und Infrastruktur finanziert und zeugt vom Engagement der Wallonischen Region für die Entwicklung der Hafeninfrastruktur. Durch die Übertragung der Verwaltung dieses Kais durch die Wallonie an den Autonomen Hafen von Lüttich wird das Lütticher Hafengebiet zudem erweitert. Der Autonome Hafen von Lüttich verwaltet nunmehr 34 Hafengebiete entlang der Maas und des Albertkanals in der Region Lüttich und somit mehr als 380 Hektar Flächen, die Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Der Autonome Hafen von Lüttich bekräftigt damit sein Engagement für leistungsfähige und nachhaltige Hafeninfrastrukturen, die im Dienste der wirtschaftlichen Entwicklung der Region stehen.

Die Unterzeichnung stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung des neuen multimodalen Logistik-Hubs 3R-Port Engis von Euroports Inland Terminals dar, dem Betreiber dieses neuen multimodalen Gebiets.

Das Projekt von Euroports Inland Terminals sieht die Entwicklung mehrerer Terminals auf dem gesamten Gelände vor. Langfristig sollen durch die Investitionen rund 15 Arbeitsplätze geschaffen werden und jährlich mehrere Hunderttausend Tonnen Güter auf dem Wasserweg transportiert werden können.

Das im Mai 2026 eingeweihte erste Terminal erstreckt sich entlang der Maas über rund 3,5 Hektar und umfasst derzeit 15.000 m² Hallenfläche sowie eine Containerplattform. Es ist insbesondere für den Umschlag von Schwermetallen, verwertbaren Materialien und mineralischen Rohstoffen bestimmt – als Schüttgut, verpackt oder in Containern.

Die zweite Phase, die für das vierte Quartal 2027 vorgesehen ist, wird sich insbesondere der Lagerung und dem Umschlag von Streusalz widmen.

Über seine wirtschaftlichen Auswirkungen hinaus trägt das Projekt zur Sanierung einer ehemaligen Industriebrache und zur Stärkung der Verlagerung des Güterverkehrs auf den Wasserweg bei. Es bietet regionalen Unternehmen somit an die Maas angebundene Logistiklösungen und trägt dazu bei, die Anzahl der Lastwagen auf den Straßen zu reduzieren.

Das Terminal verfügt außerdem über mehrere umweltfreundliche Anlagen (ein Absaug- und Staubfiltersystem, eine Photovoltaikanlage usw.).

Laut Herrn Yves Demeffe, kommissarischer Generaldirektor des Autonomen Hafens von Lüttich:

„Binnenschifffahrtsterminals stehen im Mittelpunkt der Entwicklungsstrategie des Autonomen Hafens von Lüttich. Unsere Aufgabe besteht darin, die Flächen entlang der Wasserwege aufzuwerten und Unternehmen zuzuweisen, die sich verpflichten, den Wasserweg und/oder die Schiene zu nutzen. Auf diese Weise fördern wir die Verlagerung des Güterverkehrs auf umweltfreundlichere Verkehrsträger und tragen zu einer nachhaltigeren Logistik bei. Die Konzession von Clermont-sous-Huy, die entlang der Maas liegt, fügt sich voll und ganz in diese Ambition ein und verdeutlicht unseren Willen, jeden Hafenstandort zu einem Motor der wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung der Region Lüttich zu machen.“

Laut Herrn Stéphane Jaumot, Geschäftsführer von Euroports Inland Terminals:

„Wir erweitern unser Netz von Binnenschifffahrtsterminals in Belgien. Dieser Expansionswille zeugt von unserer festen Überzeugung, dass diese Terminals eine wesentliche Rolle im europäischen Logistiknetz spielen. Auf diese Weise stärken wir unser Engagement für die strategische Rolle der Region Lüttich in den europäischen Lieferketten.“

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