Die Sicherheit im Hafen von Lüttich

Die Häfen spielen oftmals eine Hauptrolle in der Beförderung von Gütern und sind häufig nahe bei den Städten gelegen. Aus den Luftattentaten gegen die „Twin Towers“ in New-York vom 11. September 2001 entstanden, gilt der internationale Code « International Ship & Port Facility Security Code » (ISPS), auf Deutsch: „Internationaler Code für die Gefahrenabwehr auf Schiffen und in Hafenanlagen „ zur Vorbeugung von Attentaten, für die ein Schiff als potentiell massive Zerstörungswaffe dienen könnte, und die die Beförderung und die Anrainerbevölkerung schwer stören könnten.

Um die Zunahme des Terrorismus zu bekämpfen hat Europa ebenfalls einige zwingende gesetzgeberische Maßnahmen erlassen:

1.Die Gefahrenabwehr in Hafenanlagen (Richtlinie 725/2004 EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. März 2004 zur Erhöhung der Gefahrenabwehr auf Schiffen und in Hafenanlagen)


Diese europäische Richtlinie findet Anwendung auf alle Seeschiffe mit mehr als 5000 Bruttoregistertonnen, die internationale Strecken befahren.

Zwei Firmen in Lüttich verfügen über diese internationale ISPS-Zertifizierung:

Es handelt sich um:
  • AUSA (niedergelassen auf der île Monsin – Noord Hafenbecken)
  • SOMEF (niedergelassen auf der île Monsin – überdachtes Hafenbecken).
Diese beiden Unternehmen haben die Genehmigung, Seeschiffe zu beladen und zu löschen auf der Sicherheitsebene 1 (normale Risiken) und 2 (erhöhte Risiken).

2. Die Erhöhung der Gefahrenabwehr in Häfen (Richtlinie 2005/65/EG vom 26/10/2005)


Hauptziel dieser Richtlinie ist die Einführung gemeinschaftlicher Maßnahmen zur Erhöhung der Gefahrenabwehr in Häfen. Mit dieser Richtlinie soll darüber hinaus sichergestellt werden, dass die in Anwendung der Richtlinie getroffenen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durch eine erhöhte und gleichwertige Gefahrenabwehr in allen europäischen Häfen gewährleistet werden.

Der örtliche Ausschuss für Hafensicherheit von Lüttich (zusammengesetzt aus Vertretern der örtlichen und der föderalen Polizei, der Staatssicherheit, der Zoll- und Akzisenverwaltung, der Wallonischen Region und des autonomen Hafens von Lüttich) hat das potentielle Gefahrengebiet auf die Hafenkonzessionäre beschränkt, bei denen regelmäßig Seeschiffe anlegen.

Dieser örtliche Ausschuss berichtet einem föderalen Hafensicherheitsausschuss, der die Rolle der nationalen Autorität bekleidet und als internationaler Verbindungsdienst fungiert.

3. Die Gefahrenabwehr für die Gesamtheit der Beförderungskette.


Die AEO-Zertifizierung (Authorized Economic Operator oder Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter) wird von der Zollbehörde auf der Basis von strengen Sicherheitsprozeduren erteilt. Sie verschafft einen privilegierten Zoll-Status. Mehrere Konzessionäre des PAL verfügen über diese Zertifizierung.

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